Die Geschichte

Der verheerende dreißigjährige Krieg war im Jahr 1648 mit dem Friedensvertrag von Münster und Osnabrück beendet worden. Das siegreiche Schweden beanspruchte das Gebiet zwischen Weser und Elbe für sich, also auch den gesamten Klosterbezirk bzw. die Herrschaft Harsefeld. Der treue Vasall, der Reichsrat Adler Salvius, der maßgeblich an dem Friedensvertrag beteiligt war, erhielt von der schwedischen Königin diese Herrschaft Harsefeld geschenkt.
Die schwedische Königin Christine hatte hohe, durch den Krieg verursachte Schulden. Ausserdem benötigte sie anlässlich ihrer Krönungsfeierlichkeiten Geld für die Seidenstoffe der Roben und Bijouterien. Ihre Schulden bei dem französischen Bankier Bidal betrugen 200.000 Reichstaler, für die damalige Zeit eine ungeheure Summe. Nach dem Tod des Reichrates Salvius fiel die Herrschaft Harsefeld an die schwedische Königin zurück, die diesen Besitz im Jahr 1654 dem Bankier Bidal zur Tilgung ihrer Schulden überließ.
Der Bankier erhielt mit dem Harsefelder Besitz gleichzeitig den Titel eines Barons von Harsefeld. Er wohnte mit seiner Frau Catherine Bastoneau und seinen neun Kindern jedoch weiterhin in Hamburg. Er war ein scharfer Steuereintreiber und lebte von den Abgaben aus dem Harsefelder Besitz nicht schlecht. Er starb 1682. Die Schweden nannten ihn spöttisch "banquier et marchand des nippes de la Reine Christine".
Der sechste Sohn des Baron Bidal, Claude-Francois, der den Titel eines Barons von Harsefeld geerbt hatte, avancierte unter König Ludwig XIV zum Marschall und wurde General des Königs und Ritter vom goldenen Vlies. Durch Heirat wurde er zum Marquis von Avaux. Er nannte seinen Heimatort Avaux-la-ville (in den französischen Ardennen) um in ASFELD. Harsefeld hieß in der plattdeutschen Umgangssprache "Hasfeld". Da die Franzosen das H schlecht aussprechen können, wurde aus Hasfeld nun Asfeld.

Hier ein weiterer Bericht zu den "Bidals"